Schwarzer Puli-Hund liegt angeleint mit gelber Schnur an einem Geländer in Budapest
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Budapest, Teil 2: Streifzüge bei Tag, gelbe Fassaden und ein Puli

Willkommen zurück in Budapest. Letzte Woche ging es um die bunten Nächte und die goldene Stunde an der Donau, heute zeige ich dir die Stadt bei Tageslicht. Die ist mindestens genauso schön.

Budapest bei Tag ist eine Stadt der Fassaden. Überall dieses warme Gelb, mal frisch gestrichen, mal seit Jahrzehnten am Abblättern. Cafés mit Kreidetafeln, Geranien auf den Fensterbänken, ein Hauseingang schöner als der nächste. Ich hätte den ganzen Tag nur nach oben schauen können.

Zwischen all den Häusern findet man immer wieder Grün. Alte Bäume werfen Schatten auf die Gehwege, eine Parkbank steht in der Sonne, und in einem Hinterhof döst ein Hund auf einem grünen Samtsofa, als gehörte ihm der Laden. Solche Momente mag ich am liebsten. Die passieren einfach, man muss nur die Kamera dabeihaben.

Die kleinen Dinge am Wegesrand

Was mir in Budapest besonders auffällt, sind eigentlich die Details. Eine blaue Mülltonne vor einem prächtigen Holztor. Riesige Dreher-Bierdosen als Schaufensterdeko. Ein Eisladen, so vollgepflastert mit Bildern, dass man Hunger bekommt, bevor man überhaupt drin war. Und ein Plüsch-Stitch, der aus einem Fenster über dem Friseursalon auf die Straße schaut. Man muss nur langsam genug laufen, dann findet man diese Sachen überall.

An einem Geländer liegt ein zotteliger schwarzer Hund, angeleint mit einer knallgelben Schnur, und lässt die Stadt einfach an sich vorbeiziehen. Ein Puli, der typisch ungarische Hütehund mit dem Rasta-Fell. Überhaupt sind mir unterwegs ein paar schöne Begegnungen geglückt. Menschen, die durchs Bild laufen, ohne es zu merken. Für mich ist das die ehrlichste Art von Street.

Ohne die geht es nicht: die gelben Trams

Eine Sache fehlt noch, ohne die kein Budapest-Beitrag auskommt. Die gelben Straßenbahnen gehören zur Stadt wie die Donau. Die Linie 2 fährt direkt am Fluss entlang und gilt als eine der schönsten Straßenbahnstrecken überhaupt. Eine habe ich am Ende sogar im Rückspiegel eines Motorrads erwischt. Die besten Bilder ergeben sich eben manchmal von selbst.

Fünf Tage Budapest, über tausend Fotos auf der Karte und das Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben. Aber genau das ist ja der beste Grund, irgendwann wiederzukommen.

Wenn du Teil 1 verpasst hast, schau dir den ersten Teil der Budapest-Reise an. Da geht es in die Ruinenkneipen und an die Donau zur goldenen Stunde.

Habt eine gute Woche!

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