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VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke
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VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke

Die VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke liegen inmitten einer großen Parkanlage mit angrenzenden Wohngebieten im Bezirk Treptow-Köpenick. Die Werke wurden 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung geschlossen. Seitdem stehen die meisten Gebäude leer und werden langsam von der Natur zurückerobert.

Dieser verlassene Ort, mitten in Berlin, ist riesig und es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Das wird einem sofort klar, sobald man durch den teilweise eingerissenen Bauzaun steigt. Ich selbst habe erst vor einigen Tagen von diesem Lost Place erfahren, aber offenbar scheint es alles andere als ein Geheimtipp zu sein. Schon nach den ersten Metern auf dem ehemaligen Gelände der VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke (BMHW) traf ich auf einen Mann, der auf einem Dach herumwerkelte und mich nach der Uhrzeit fragte.

Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinlaufen sollte. Ich hatte meinen Kamerarucksack mit verschiedenen Objektiven und eine Drohne mit dabei. Es war schon kurz vor 17 Uhr und das, was man von der Sonne sehen konnte, begann langsam aber sicher zu verschwinden. Ich ließ die Drohne im Rucksack und begann mit meinem Weitwinkelobjektiv die Umgebung zu erkunden. Überall stehen große Lagerhallen und dazwischen immer wieder Gebäude, in denen vermutlich mal gekocht, gegessen oder geschlafen wurde. Sanitäre Anlagen, wie Duschen und Toiletten sind auch noch zu erkennen.

Bei einem Blick auf die Dachkonstruktionen der verschiedenen Gebäude bemerkte ich, dass etwas Vorsicht geboten war. Teilweise hingen große Dachteile herunter, einige Dachstühle waren bereits komplett eingestürzt. Auch der Untergrund hielt einige Stolperfallen bereit. Nachts sollte man sich hier sehr vorsichtig bewegen. Kanal und Kabelschächte sind ungesichert und geöffnet.

Nach ungefähr 1 1/2 Stunden war mein Besuch dort beendet. Es war sowieso schon den ganzen Tag sehr bewölkt und die Dämmerung nahm mir dann auch noch das verbleibende Licht. Ich werde am Wochenende noch einmal hinfahren, denn in der kurzen Zeit konnte ich mir nur einen kleinen Überblick über die riesigen ehemaligen Produktionsstätten verschaffen.

Die Geschichte der VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke

Der VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke wurde zum 1. Januar 1951 aus den 1949 verstaatlichen Betrieben VEB Hüttenwerk, VEB Berliner Halbzeugwerk und VEB Sonderbronze gegründet. Die Produktionsstätten befanden sich am Ufer der Spree. In dem Betrieb arbeiteten zu Hochzeiten bis zu 2300 Mitarbeiter im Dreischichtbetrie. Somit konnte der Dauerbetrieb und die optimale Auslastung der Hoch- und Schmelzöfen zu gewährleistet werden.

In den 1950er Jahren erhielten die BMHW mit dem Kulturhaus Ernst Schneller in der Fließstraße ein eigenes Kulturhaus, in dem regelmäßig Veranstaltungen wie am Tag des Metallurgen, zur Verleihung der Auszeichnung Aktivist der sozialistischen Arbeit, Brigadefeiern oder anderem stattfanden. Der VEB BMHW gab mit dem Schmelztiegel eine eigene Betriebszeitung heraus, unterhielt einen eigenen Betriebskindergarten, sowie ein Betriebsferienlager auf dem Eichhof bei Lychen und das Betriebsferienheim Zum Klausner auf der Insel Hiddensee.

Die Produktion wurde nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 eingestellt, der überwiegende Teil des ehemaligen Werksgeländes blieb bis heute ungenutzt. Einzelne Betriebsteile wurden weitergeführt. Ebenfalls waren einzelne, derzeit ebenfalls meist ungenutzte Gebäude, wie das aus Backstein errichtete Verwaltungsgebäude an der Schnellerstraße bis März 2012 noch erhalten. Inzwischen steht auf dem Areal ein Möbelhaus und ein Sportartikelgeschäft.



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Kurze Fakten

Kategorie: Industrie
Bundesland: Brandenburg
Erkundet am: 16.03.2018
Baujahr: Keine Angabe
Verlassen seit: 1990
Gesamtfläche: Keine Angabe
Noch begehbar: Ja
Denkmalschutz: Keine Angabe
Architekt: Keine Angabe
Quellen: Keine Angabe
Copyright: Pixelgranaten.de

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Randnotiz:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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