Set aus Aufsteck-Objektiven im Köfferchen
Fotografie Fotografieren lernen Smartphone

Smartphone-Foto-Zubehör: Was sich wirklich lohnt

Kaum hast du Spaß an der Smartphone-Fotografie gefunden, stehst du auch schon vor einem riesigen Berg an Zubehör. Vom Aufsteck-Objektiv über das Ministativ bis zum Gimbal gibt es für jeden Zweck etwas. Vieles davon brauchst du nicht, ein paar Dinge machen aber tatsächlich einen Unterschied. Ich zeige dir, welches Zubehör deine Smartphone-Fotografie wirklich weiterbringt.

Bevor du Geld ausgibst, eine ehrliche Einordnung vorweg: Das meiste Zubehör ist nette Spielerei, kein Muss. Trotzdem gibt es ein paar Werkzeuge, die dir unterwegs das Leben leichter machen oder kreative Türen öffnen. Schauen wir uns die an, die sich lohnen.


Aufsteck-Objektive für kreative Ausschnitte

So gut die Smartphone-Objektive mittlerweile sind, wechseln kannst du sie nicht. Genau hier setzen Aufsteck-Objektive an. Sie werden per Klammer oder Magnet vor die Linse deines Handys gesetzt und sind sofort einsatzbereit. Es gibt sie mit unterschiedlichen Brennweiten, vom Weitwinkel für größere Bildausschnitte bis zum Fisheye mit dem typischen runden, extrem verzerrten Look.

Verkauft werden sie oft als komplette Sets in einem kleinen Köfferchen, mit Weitwinkel, Fisheye und ein paar Kreativlinsen wie einem Prisma-Objektiv. Solche Sets gibt es schon für unter 30 Euro. Erwarte davon keine Wunder, an ein echtes Kameraobjektiv kommt so eine Klemmlinse nicht heran. Aber um Ideen auszuprobieren und mit Effekten zu spielen, machen sie richtig Spaß.

Stativ und Halterung für ruhige Bilder

Dein Smartphone hat eine beeindruckende Bildqualität, aber die nützt dir nichts, wenn du verwackelst. Spätestens für Langzeitbelichtungen kommst du um eine feste Auflage nicht herum. Ein kleines Reisestativ ist hier die flexibelste Lösung.

Achte darauf, dass es leicht ist und sich kompakt zusammenfalten lässt, sonst bleibt es zu Hause. Besonders praktisch finde ich die kleinen Stative mit biegsamen Beinen. Damit befestigst du dein Smartphone auch mal an einem Geländer oder einer Straßenlaterne, wenn kein ebener Untergrund in Reichweite ist.

Keine Produkte gefunden.


Gimbal für Video und Panorama

Wenn du viel mit dem Smartphone filmst oder Panoramen aufnimmst, führt langfristig kaum ein Weg am Gimbal vorbei. Es gibt kompakte Modelle speziell fürs Handy, die problemlos in den Rucksack oder sogar die Jackentasche passen.

Ein Gimbal gleicht deine Bewegungen über kleine Motoren auf mehreren Achsen aus und sorgt so für butterweiche, unverwackelte Aufnahmen. Über die zugehörige App erkennen die meisten Gimbals Gesichter und Motive und verfolgen sie automatisch. Panorama- und Zeitraffer-Aufnahmen gehen damit ebenfalls bequem von der Hand. Auf der Unterseite haben viele ein Stativgewinde, du kannst sie also zusätzlich auf ein Stativ setzen.

Powerbank, Licht und Kleinkram

Powerbank: Fotografieren zieht am Akku, und nichts ist ärgerlicher als ein leeres Handy im schönsten Moment. Eine Powerbank mit genug Kapazität, um dein Smartphone mindestens einmal komplett zu laden, gehört für längere Touren in die Tasche. Viele laden inzwischen sogar kabellos per Induktion.

Ringlicht: Sobald du Portraits machst oder vlogst, wird gutes Licht wichtig. Ein Ringlicht lässt sich mit einer Halterung so an der Rückseite befestigen, dass es die Objektive umschließt. Du fotografierst dann durch das Licht hindurch und bekommst ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild.

Handschuhe: Klingt banal, ist im Winter aber Gold wert. Touchscreen-taugliche Handschuhe sorgen dafür, dass du bei Kälte fotografieren kannst, ohne dir die Finger abzufrieren oder die Bedienung zu verlieren.

Was du aus diesem Post mitnimmst

Aufsteck-Objektive Günstige Sets für kreative Effekte, kein Ersatz für echte Optik.
Reisestativ Leicht, faltbar, mit biegsamen Beinen für Langzeitbelichtungen.
Gimbal Für ruhige Videos, Panoramen und automatisches Motiv-Tracking.
Powerbank Genug Kapazität für mindestens eine volle Ladung unterwegs.
Licht und Handschuhe Ringlicht für Portraits, Touchscreen-Handschuhe für den Winter.

Du siehst, viel brauchst du nicht, um deutlich flexibler zu werden. Fang mit dem an, was zu deinem Fotostil passt, und ergänze nach und nach. Im nächsten Beitrag wird es spannend: Wir schauen hinter die Kulissen und klären, was moderne Smartphones beim Auslösen heimlich alles berechnen.

Mehr aus der Serie „Fotografieren lernen”

Vorheriger Beitrag: Die besten Kamera- und Bearbeitungs-Apps fürs Smartphone
Nächster Beitrag: Computational Photography: Wie dein Smartphone bessere Fotos rechnet
Auch interessant: Besser fotografieren mit dem Smartphone: Die wichtigsten Tipps

Unterstütze diesen Blog

Unser Server, die Domain und die ganze Technik kosten Geld. Du kannst uns helfen, diesen Blog werbefrei zu halten. Wie? Werde UnterstützerIn bei Patreon und erhalte dafür tolle Geschenke, oder trink doch einen Kaffee bei Ko-Fi mit uns - Wir danken dir!

Keine Kommentare

    Antworten

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.