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Fotografie Projekte Steinbocktour

Zipfelpass 4 von 4 – Tag 6

Vom schönen Waltenberger-Haus wollten wir als nächstes zur Kemptner Hütte wandern. Unser Morgen begann mit einem Anstieg und einer Kletterpartie. Am Vortag hat uns der steinige Weg beim Abstieg noch arge Probleme bereitet, aber beim Aufstieg kamen wir gut voran.

Der Weg führte uns (endlich) über eine kleines Schneefeld, das mit unseren Wanderschuhen gut zu meistern war. Auch hier hat es sich wieder ausgezahlt, in vernünftige Bergschuhe zu investieren, weil man sich keine Gedanken machen muss, ob die Schuhe Schnee, lose Steine oder Felsen abkönnen. Gerade durch die harte Sohle konnten wir problemlos über schroffe Felsen gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Sohle kaputt geht.

Die Tour führte uns weiter abwärts und somit wieder auf bewachsene Wege. Dort fiel uns wieder auf, welch ein krasser Kontrast eine grüne Wiese zu den doch kargen Felsen bietet. In der Stadt sind Grünflächen irgendwo immer präsent, in den Berge ist das aber nicht der Fall. Sobald man wieder die Grenze erreicht hat, auf denen Flora und Fauna zugegen sind, bietet sich plötzlich ein ganz anderes Bild. Ein schöner Kontrast zu den grauen und kargen Felsen, an denen wir uns bis dahin gar nicht satt sehen konnten.

Die Kemptner Hütte war einige der wenigen Hütten, die wir im Vorfeld nicht gebucht hatten, deswegen wollten wir gegen Mittag dort sein. Da wir allerdings beide Mitglied des Deutschen Alpenvereins sind, war das eigentlich nicht nötig, weil man mit der Mitgliedschaft sicher einen Schlafplatz bekommt. Beim Abstieg zur Hütte kamen uns zum ersten Mal geführte Reisegruppen entgegen, denn die Kemptner Hütte ist ein Knotenpunkt: Hier endet (oder beginnt) die Steinbocktour, sowie der E5, der Alpenüberquerung nach Meran. Wir hätten von der Hütte hinab ins Tal gehen können, aber unsere Reise war hier noch nicht zu Ende. Unser Ziel war die Nebelhornbahn und am nächsten Tag sollte uns die schwerste Etappe noch bevor stehen.

Am Abend gab es ein heftiges Unwetter, das über die Hütte zog und wir sahen noch Wanderer ankommen, die in der Hütte Schutz gesucht haben. Auf unserer Wanderkarte waren schon einige heikle Stellen eingezeichnet, an denen es vermehrt und plötzlich zu Gewittern kommen kann. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir die ganze Zeit über hervorragendes Wetter hatten und uns ein Gewitter erspart geblieben ist.

Tag 6: 7km / 441 Höhenmeter / 3,5 Stunden

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