Mallorca in 48 Stunden
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Mallorca in 48 Stunden

Mallorca in 48 Stunden? Klingt erstmal nach einer ganz schön stressigen Sache, ist aber tatsächlich sehr spaßig. Am zweiten Tag auf Mallorca ging es von Alcúdia über Portocolom nach Port Colònia de Sant Jordi und anschließend noch nach Palma zum Megapark, denn der durfte natürlich auch auf keinen Fall fehlen.

Diese Tour bestand aus 165 km Autofahrt, 16,4 km mit dem Boot und 14 km zu Fuß und das bei knapp 32° Celsius. Bei jedem Halt haben wir uns ein bisschen von der Umgebung angeschaut, unsere Drohnen gestartet, oder die Energiereserven in einem der unzähligen kleinen Restaurants aufgefüllt.

Die Bootsfahrt in Port Colònia de Sant Jordi war das Highlight des Tages. Mit einem kleinen Motorboot ging es hinaus aufs Meer und natürlich hatten wir viel zu viel Technik in Form von Kameras und Drohnen mit dabei, dafür, dass um uns herum nur Wasser war und auch beim Beschleunigen regelmäßig Wasser ins Boot spritze. Da meine Drohne über ein paar tolle Tracking Funktionen verfügt, wollten wir uns beim Fahren von der Drohne begleiten lassen.

Der Start der Drohne hätte nicht besser laufen können. Am Bug des Bootes befand sich eine kleine gepolsterte Sitzfläche, von der aus die Drohne ohne Probleme starten konnte. Mit der Active Track Funktion hat uns die Drohne dann ein paar Minuten lang von allen Seiten gefilmt. Sie hat es selbst bei Gegenwind und sich verändernder Geschwindigkeit geschafft, uns immer im Fokus zu behalten. Irgendwann musste sie dann allerdings zurück ins Boot. Theoretisch sollte das genau so funktionieren wie beim Start, aber praktisch war das unmöglich.

Ich habe die Drohne zurück über unser Boot bewegt und bis auf 30-40 cm über das Sitzpolster manövriert. Das Problem aber ist, dass sich so ein Boot dauerhaft bewegt, auch wenn man den Motor komplett runter dreht. Dadurch muss man die Drohne dann immer wieder nachjustieren. Dazu kommt, dass man die Drohne auch nicht einfach so landen kann, da sie kurz über dem Boden noch einmal anhält und auf eine Bestätigung zum Landen wartet. Bis dahin hat sich dann aber das Boot schon wieder so viel bewegt, dass man sie wieder nach links oder rechts bewegen muss.

Natürlich hätte man sie aus dieser Höhe auch einfach mit der Hand aus der Luft nehmen können, aber nachdem ich einmal versehentlich in einen der Rotoren gefasst habe, wollte ich das ungern noch mal probieren. Nach gefühlt 100 Versuchen und steigender Nervosität ist sie dann irgendwann an das Gestänge des Bootes gekommen und dann glücklicherweise im Boot abgestürzt. Hier sollte man wohl also von einer Bruchlandung sprechen. Beim nächsten Mal würde ich das eventuell etwas anders angehen.


Ich bin schon lange nicht mehr so viel Drohne geflogen, wie in der Zeit auf Mallorca. Das Wetter hätte dafür nicht besser sein können und aus der Luft erreicht man dann Orte, die man zu Fuß niemals hätte erreichen können. Es ist immer wieder faszinierend, die Natur mal aus einem völlig neuen Blickwinkel zu entdecken.
 

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