Mitte(n) im Sonnenaufgang

Mitte(n) im Sonnenaufgang

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Der Wecker klingelte pünktlich um halb fünf und nachdem ich ihn erfolgreich um eine Stunde weitersnoozed hatte, wurde es dann wirklich Zeit zum Aufstehen. Der Sonnenaufgang war für 06:14 vorhergesagt und als ich das sah, war ich froh, doch noch etwas länger geschlafen zu haben. Auf die Idee, das einfach mal am Abend vorher nachzugucken, könnte ich nicht kommen. Absolut unmöglich.

Ich hatte also noch genug Zeit und einen kleines Tässchen* Kaffee zu schlürfen und habe mich dann auf den Weg gemacht. Musik auf die Ohren und auf zum Potsdamer Platz. Von dort aus lief ich quer durch Mitte und habe die Kamera eigentlich immer direkt in die Sonne gehalten. Wir wissen, Gegenlichtaufnahmen gehen immer. Wenn das noch nicht bekannt war, merken wir uns das jetzt.

Es war toll die Stadt dabei zu beobachten, wie sie langsam wach wird. Zuerst sieht man ein paar Alkoholkadaver nach Hause schlurfen. Danach kommen dann die Jogger aus ihren Häusern und man muss wieder aufpassen, dass man nicht umgerannt wird. Hat schon mal jemand über Leinenpflicht für Jogger nachgedacht? Das war einer der Gedanken, die mich auf meinen Spaziergang begleitet haben.

Ich hoffe, dass sich das Wetter noch ein paar Tage hält. Gute Laune wäre damit vorprogrammiert. Habt ein gutes Wochenende!

*einen extra großen Becher

Der Große Terror 1937–1938 in der Sowjetunion

Irgendwo im U-Bahnhof hingen Plakate und sie machten mich auf die Ausstellung “Der Große Terror 1937–1938 in der Sowjetunion” im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte aufmerksam.

In der Reihe der stalinistischen Verbrechen in der Sowjetunion war der “Große Terror” in den Jahren 1937 und 1938 beispiellos in seinem Ausmaß. Ganz im Gegensatz zu den damals unter großem Propagandaaufwand geführten öffentlichen Moskauer und lokalen Schauprozessen vollzog sich der “Große Terror” unter dem Siegel strengster Geheimhaltung. Innerhalb von nur 16 Monaten fielen ihm etwa 1,5 Millionen Sowjetbürger zum Opfer. Landesweit und aus allen sozialen Schichten verschwanden Menschen für immer – in geheimen Operationen verhaftet, von geheimen Standgerichten ohne Verteidigung, oft sogar in Abwesenheit als “Volksfeinde” abgeurteilt. 750.000 Opfer wurden sofort ermordet und in geheimen Massengräbern verscharrt.

Letzte Zeugnisse einiger dieser Menschen sind Gefängnisfotos, die im Rahmen der polizeilichen Routine gemacht wurden, dann für Jahrzehnte in Geheimarchiven verborgen lagen und erst Anfang der 1990er Jahre öffentlich bekannt wurden.

Weitere Informationen findet Ihr hier:
“Der Große Terror 1937–1938 in der Sowjetunion” im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Ich werde mich dann mal auf den Weg nach Potsdam machen und bin gespannt, was mich dort erwartet. Heute Abend gibt es dann bestimmt auch noch mal ein paar neue Bilder.
Ahoi!

Im Wald

Im Wald

Weniger als eine Minute

Diese ganzen Plattformen machen mich wahnsinnig. Wenn ich neue Bilder aufgenommen und bearbeitet habe, lade ich sie hoch. Mittlerweile ist das zu einer ziemlich aufwendigen Sache geworden. Die Bilder landen hier im Blog, in meinem Portfolio und bei Flickr. Die Bilder, die ich unterwegs mit dem iPhone mache landen bei EyeEm, Instagram und zum Teil auch in meinem Portfolio. Vielleicht sollte man sich dafür mal einen guten Workaround überlegen. Es nervt.

Nachdem die Wohnung nun zum vom Boden essen einlädt, werde ich mir noch schnell ein paar Spotify Playlisten offline verfügbar machen und dann nach draußen gehen und bin gespannt, wo ich dieses Mal landen werde.
Habt einen guten Tag!