EyeEm 6

Bis zum 1. August kann man noch an den EyeEm Awards teilnehmen. Ein paar Bilder werde ich mit Sicherheit einreichen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, welche ich hochladen werde.

Ein wenig Fotomaterial benötige ich noch, daher fotografiere ich momentan wieder mehr mit dem Smartphone. Nächste Woche geht es für mich ein paar Tage in den Urlaub, dann nehme ich auch endlich wieder meine DSLR in die Hand.

Bildsprache & Fotografie: Das Smartphone, Kleinbild-Fotokultur und Instagram-Filter auf dem Vormarsch

Bildsprache & Fotografie: Das Smartphone, Kleinbild-Fotokultur und Instagram-Filter auf dem Vormarsch

Besonders jetzt im Sommer sieht man sie wieder überall: Touristen, Ausflügler und Familien, die mit konzentriertem Blick ihr Smartphone in die Höhe recken und alles einfangen, was ihnen auch nur im entferntesten Sinne fotografierenswert erscheint. Mithilfe von Apps zur Bildbearbeitung auf dem Telefon oder dem Laptop lassen sich die Bilder schnell und unkompliziert bearbeiten und verbreiten. So wird jeder Smartphonebesitzer schnell zum Kleinbild-Fotokünstler. Doch kann dieser Trend die traditionelle Fotografiekunst ersetzen?

Kleinbild-Fotokultur mit dem Smartphone

Unter Kleinbild-Fotokultur verbirgt sich die Praxis, mit Smartphones oder kleinen Digitalkameras spontan Schnappschüsse von allen erdenklichen Alltagssituationen aufzunehmen. Da mittlerweile fast jedes Handy mit einer guten Kamera ausgestattet ist, wird dafür keine spezielle Ausrüstung benötigt. Mit dem Telefon ist auch die Kamera stets zur Hand und so werden auch Menschen zu begeisterten Knipsern, die sich vor den Zeiten der digitalen Smartphonekameras nicht für das Fotografieren interessiert haben.

Die Foto-App Instagram bietet ihren Nutzern zahlreiche Filter, mit denen nachträglich völlig mühelos Effekte erzielt werden können, für die normalerweise fundiertes technisches Wissen und eine spezielle Kameraausrüstung nötig wären. So kann ein normales Handyfoto online mit einem Tilt-Shift-Effekt versehen werden, ganz ohne, dass ein TS-Objektiv zum Einsatz gekommen wäre.

Fotografische Grenzen

Viele Smartphones enthalten Kameras mit bis zu 8 MP. Doch dass stellt sie noch nicht auf eine Stufe mit einer guten Spiegelreflexkamera. So kommt es bei Handybildern leicht zu einem unschönen Bildrauschen, das sich spätestens dann nicht mehr übersehen lässt, wenn das vermeintlich perfekte Urlaubsbild bspw. auf eine Fotoleinwand gedruckt worden ist. Ein großes Problem ist auch die Auslöseverzögerung, die besonders bei Portraitaufnahmen oder Aufnahmen von bewegten Elementen stört. Hinzu kommt das geringe Gewicht. Ein Smartphone wiegt nur wenige Gramm, deshalb ist es äußerst schwierig, es ruhig zu halten. Zwar gibt es spezielles Zubehör, mit dem eine Art Griff an das Gerät angebaut werden kann, damit wird aber nicht die Ruhe wie mit einem Stativ erzeugt.

Fotografie-Kunst mit dem Handy?

Ob es sich bei einem Foto um Kunst handelt, hängt auch vom technischen Können des Fotografen ab. Die geschickte Anwendung von Filtern und Apps ist etwas anderes, als ein bewusst komponiertes Bild, dass mit handwerklichem Geschick und entsprechender Technik aufgenommen worden ist. Ein Fotograf, der etwas von Bildaufbau, Objektiven und Kameraeinstellungen versteht, kann sicher auch mit einer guten Smartphone-Kamera Bilder erzeugen, die als Fotokunst gelten dürfen. Entscheidend ist vor allem, wer hinter der Kamera steht und mit welchem Können ein Bild gemacht wird.

Und das ist das Problem der Kleinbild-Fotokultur – da auf dem Handy jeder Schnappschuss irgendwie gut aussieht, fehlt der Ansporn, sich mit den Gesetzen und Techniken guter Fotografie auseinander zu setzen. Ein Instagram-Filter ist schnell angewendet, wie der ausgewählte Effekt aber zustande kommt und welche technischen Voraussetzungen er verlangt, ist nicht mehr transparent. So bleiben Smartphone-Nutzer immer auf Apps angewiesen, auf die sie zugreifen können, während es zur traditionellen Fotokunst gehört, zu wissen, was man tut und bis zu einem gewissen Grad unabhängig von digitalen Bildbearbeitungsprogrammen agieren zu können.

Aqua Magica - Landschafts- und Kulturpark in Bad Oeynhausen

Aqua Magica – Landschafts- und Kulturpark in Bad Oeynhausen

Wie bereits erwähnt ist im Moment alles da, nur eben keine Zeit. Um den Kopf freizubekommen, habe ich mir am Wochenende dann aber doch mal ein paar Minuten Zeit freigeschaufelt und einen Spaziergang über das Gelände der Aqua Magica gemacht.

Die Akkus der X20 waren nicht aufgeladen und eigentlich hatte ich auch keine sonderlich große Lust, die Kamera mitzuschleppen. Ich habe mich dann dazu entschlossen, einfach mit dem Nexus 5 ein paar Aufnahmen zu machen, sobald mir irgendwo ein schönes Motiv begegnet. Was dabei heraus gekommen ist, könnt ihr hier sehen. Die Bilder sind ausschließlich mit der VSCOcam App bearbeitet.

Bilder aus der VSCOcam

Bilder aus der VSCOcam

Es ist schon wieder viel zu wenig Zeit, um sich mal in Ruhe mit der Kamera zu beschäftigen und deswegen müsst Ihr solange mit den mobilen Aufnahmen vorliebnehmen. Eventuell schaffe ich es am Wochenende, mir ein paar Minuten Zeit zu nehmen.

Ich habe momentan unfassbar viel um die Ohren und auch bei Thorben sieht das leider nicht anders aus. Wenn jetzt bald dann auch noch die Klausurenphase beginnt, wird es hier wahrscheinlich noch etwas dünner. Trotzdem nehmen wir natürlich weiterhin unterwegs Bilder auf, um Euch noch irgendwie teilhaben zu lassen.

Frankfurt I

Menschen in Frankfurt

Am Mittwoch ging es von Braunschweig aus nach Frankfurt. Nach einer viel zu langen Busfahrt, bekam ich Einblicke in die Arbeit des ZDF auf dem Lerchenberg. Es war interessant zu sehen, wie dort gearbeitet wird und wie die aufgenommenen Sendungen dann letztendlich bei uns zuhause auf den Fernsehern landen.

Nach der Führung ging es dann weiter in die Frankfurter Innenstadt, wo gerade der J.P.Morgan-Lauf vorbereitet wurde. Die Innenstadt war somit ziemlich gut gefüllt. Das Mainufer war übersät von Läufern und Menschen mit Megaphonen. Wie auch schon am Tag zuvor in Berlin, fand ich es wesentlich interessanter die Menschen zu fotografieren, obwohl die Skyline von Frankfurt natürlich schon beeindruckend ist, wenn man sie zuvor nur von irgendwelchen Bildern kennt.

In den nächsten Tagen kommen dann noch die restlichen Bilder aus Frankfurt und Darmstadt zusammen mit einem knappen Reisebericht. Wir wollten uns hier ja bemühen, auch mal wieder ein paar Texte zu den Bildern zu schreiben. Macht Euch noch einen schönen Sonntag. Nutzt das Wetter und geht fotografieren.

Ahoi!