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Photogrammetrie mit Drohnen
Drohne Fotografie

Photogrammetrie mit Drohnen

Photogrammetrie mit Drohnen klingt erstmal nach Raketenwissenschaft – Ist es aber nicht. Ich habe das mit Hilfe von Pix4d einmal ausprobiert und die Ergebnisse sind erstaunlich. Mit minimalem Aufwand und etwas Wartezeit erhält man tolle interaktive Karten von Gebäuden und Landschaften.

Was ist Photogrammetrie?

Fotogrammetrie, auch Fotogrammetrie oder Bildmessung ist eine Gruppe von berührungslosen Messmethoden und Auswerteverfahren, um aus Fotografien eines Objektes durch Bildmessung seine Lage und Form indirekt zu bestimmen sowie durch Bildinterpretation dessen Inhalt zu beschreiben. Neben Fotografien kommen aber auch andere Sensoren zum Einsatz. Hierzu zählen Radar, oder Laserscanner. Bei der Photogrammetrie steht die exakte dreidimensionale geometrische Rekonstruktion des aufgenommenen Objekts im Vordergrund. Hierfür werden diverse Bilder von einem Objekt aufgenommen und später digital zu einem Modell zusammengesetzt. Dieses Modell lässt sich dann als Karte, oder auch als 3D Objekt darstellen.

Photogrammetrie mit Drohnen

Das ganze Thema der Photogrammetrie ist sehr komplex und kann für diverse Zwecke genutzt werden. Ich wollte es einfach einmal ausprobieren. Die Software von pix4d sollte dabei helfen und es war alles erstaunlich einfach. Man installiert sich die Pix4Dcapture App auf seinem Smartphone und koppelt es mit seiner Drohne. Mit Hilfe der App kann man dann einstellen, welchen Aufnahmemodus nutzen möchte. Ich habe dabei immer auf das 3D Modell zurückgegriffen. Danach muss man nur noch per Pinch-to-Zoom einen bestimmten Radius auswählen, der später digitalisiert werden soll. Natürlich gibt es noch einige weitere Einstellungsmöglichkeiten, aber die lassen wir hier einmal außen vor.

Hat man den gewünschten Radius eingestellt, muss man nur noch auf Start drücken und den Rest erledigt die Software. Die Drohne erhält einen Flugplan, startet und beginnt zu fotografieren. In der App kann man jederzeit sehen, wo sich die Drohne gerade befindet, wie lange der Flug noch dauert und wie viele Bilder sie bereits aufgenommen hat. Die Entwickler haben sogar die relativ kurzen Flugzeiten berücksichtigt. Dauert der geplante Flug länger, als der Akku der Drohne hält, so kehrt sie zum Startpunkt zurück und landet. Man kann dann in aller Ruhe den Akku wechseln und die Route fortsetzen.

Ist die Route komplett abgeflogen lädt die App alle Aufnahmen automatisch in die pix4d Cloud hoch, sofern man das denn möchte. Wenn man nicht im WLAN ist, sollte man auf diese Funktion vielleicht besser verzichten. Selbst bei kleinen Kartenausschnitten kommen schnell über 600 Bilder zusammen. Die Bilder lassen sich auch im Anschluss über den Browser hochladen. Nach dem Upload muss man sich nur noch durch einen kurzen Dialog klicken und dann beginnt der Service mit der Bildverarbeitung. In meinen beiden Beispielen hat das prozessieren ungefähr vier Stunden gedauert. Man bekommt eine E-Mail, wenn der Vorgang abgeschlossen ist.

Diesen Prozess kann man auch über die Software auf seinem Computer durchführen, was ich allerdings nicht getestet habe. Ich fand die Cloudlösung viel interessanter, weil man sich eben um nichts kümmern muss. Nach dem Rendering erhält man eine 2D und eine 3D Ansicht seines digitalen Modells. Man kann sich durch Straßen, um Gebäude herum und durch die Lüfte bewegen. Man kann überall hineinzoomen und das fühlt sich irgendwie super aufregend an. Es ist ein bisschen wie Google Street View – Bloß selbst gemacht und detaillierter.

Ich selbst habe keinen großen Nutzen für die 3D Modelle, aber theoretisch ergeben sich hier ganz viele denkbare Anwendungsgebiete. Man hat mit den mitgelieferten Messwerkzeugen die Möglichkeit, jeden Körper auszumessen, oder sich mal eben das Volumen anzeigen zu lassen. Für so ein Modell muss man sonst wahrscheinlich ganz schön tief in die Tasche greifen. Wenn man sowieso schon eine Drohne zuhause hat, kann man das nun ganz einfach selbst machen.

Ich habe während die Drohne über die Pix4d App ferngesteuert wurde ein Bildschirmvideo aufgenommen und dazu noch mal alle Einzelaufnahmen zusammengeschnitten. In diesem Video kann man ganz gut erkennen, wie der ganze Prozess abläuft.
 

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