Tipps zur Architekturfotografie
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Tipps zur Architekturfotografie

Du suchst nach Tipps zur Architekturfotografie? Da haben wir etwas für dich: Für die Architekturfotografie bietet es sich an, eine variable Brennweite mit dabei zu haben, da man sich von manchen Motiven sonst einfach nicht weit genug entfernen kann und sie ansonsten anschneiden müsste. Wir empfehlen dir hier wenigstens in den leichten Weitwinkelbereich zu gehen. Selbstverständlich kannst du aber auch mit einer Festbrennweite losziehen.

Blende dir in deinem Kameradisplay am besten eine digitale Wasserwaage mit ein, wenn du Gebäude fotografieren möchtest. Damit kannst du deine Kamera auf dem Stativ oder auch in der Hand exakter ausrichten. Wenn du deine Kamera nur leicht nach oben oder unten neigst, entstehen früher oder später stürzende Linien, die du dann im Zweifelsfall in der Nachbearbeitung wieder entfernen musst. Du kannst diese stürzenden Linien natürlich auch bewusst als Gestaltungsmittel einsetzen.

Stürzende Linien

Die stürzenden Linien in der Architekturfotografie sind der Grund, warum man das früher mit speziellen Kameras und Objektiven, wie z.B. mit Tilt-Shift Objektiven gemacht hat und auch immer noch macht. Mit diesen Objektiven lassen sich stürzenden Linien bereits vor der Aufnahme ausgleichen.

In Lightroom geschieht das Entfernen der stürzenden Linien mit einem Mausklick vollautomatisch. Du kannst hier allerdings noch mit eingezeichneten Hilfslinien das Ergebnis erheblich verbessern. Trotzdem musst du die Entfernung bei jedem Bild manuell vornehmen. Wenn du also keine stürzenden Linien zur Bildgestaltung nutzen möchtest, solltest du bereits bei der Aufnahme darauf achten, dies zu vermeiden.

Stürzende Linien entstehen also, wenn man seine Kamera nach oben oder unten neigt, anstatt sie exakt waagerecht zu halten. Da wir auch mit unseren eigenen Augen diese stürzenden Linien sehen, wenn wir unsere Umgebung betrachten, stören diese nicht weiter, solange sie nicht zu stark sind. Wenn es sich um sehr große Gebäude handelt, müsstest du entweder auf ein extremes Weitwinkelobjektiv zurückgreifen und hättest dann neben deinem eigentlichen Motiv sehr viel Untergrund mit auf deiner Aufnahme, oder du beginnst automatisch damit, deine Kamera leicht nach oben zu neigen. Das führt dann eben zu stürzenden Linien und einer leicht verzerrten Perspektive.

Beides lässt sich im Nachhinein wieder entfernen. Achte bei der Bildbearbeitung darauf, dass die stürzenden Linien nicht zu 100% entfernt werden müssen. Sind die Gebäude zu gerade, kann das auf die Betrachtenden schnell unnatürlich wirken, da das menschliche Auge diese Linien eben auch nicht als zu 100% senkrecht wahrnimmt.

Standortwechsel

Beim Fotografieren von Architektur empfiehlt es sich, öfter mal den Standort zu wechseln, um alle interessanten Ansichten zu entdecken. Oftmals haben Gebäude mehrere interessante Perspektiven, aus denen man gute Bilder machen kann. Versuche Symmetrien zu finden und diese mit in dein Motiv einzubauen. Du kannst hier auch auf die Suche nach Alt/Neu-Kontrasten gehen. Oftmals finden sich alte prunkvolle Gebäude zwischen zwei Neubauten. Diese lassen sich dann miteinander in Beziehung setzen.

Innenräume

In Innenräumen mit vielen Fenstern ist es einfacher zu fotografieren, wenn es draußen nicht so hell ist. Ein bewölkter Himmel hilft dir dabei, dass die Fenster nicht direkt komplett überstrahlen. Da du aber keinen Einfluss auf das Wetter hast und es manchmal eben nicht anders geht, muss man sich dann anders behelfen. Hier kannst du zum Beispiel auf Belichtungsreihen zurückgreifen.

Mache mehrere Aufnahmen von derselben Position aus und ändere die Belichtungszeit dabei bei jeder Aufnahme so, dass du wenigstens einmal den Raum und einmal das Fenster korrekt belichtet hast. Diese Aufnahmen kannst du dann in der Nachbearbeitung zu einer Aufnahme zusammenfügen lassen und somit eine tolle Innenaufnahme erzeugen. In geschlossenen Räumen ist es besonders ratsam mit einem Stativ zu fotografieren. Du hast damit dann deutlich mehr Spielraum mit den Einstellungen.

Du kannst dann Blende und Belichtungszeit so einstellen, wie es die aktuelle Situation erfordert und das ohne, dass du Gefahr läufst, dass deine Aufnahmen eventuell verwackeln. Wenn du kein Stativ dabeihaben solltest, kannst du auch einen anderen Untergrund suchen, auf dem du deine Kamera sicher ablegen kannst. Wenn du deine Kamera auch über das Display auslösen kannst, solltest du in diesem Fall darauf zurückgreifen. Dadurch vermeidest du Erschütterungen der Kamera, die dazu führen können, dass die Aufnahme verwackelt.

Welches Stativ dabei das richtige für dich ist, wirst du mit der Zeit herausfinden. Wenn du das Stativ viel mit dir herumschleppen musst, achte beim Kauf darauf, dass es möglichst leicht ist. Solange du in Innenräumen fotografierst, wird sich das geringere Gewicht auch nicht negativ auswirken. Solltest du noch nach einem passenden Stativ suchen, kannst du dir hier einen guten Überblick über die verschiedensten Stative verschaffen.

Achte am besten zusätzlich noch darauf, dass der Weißabgleich korrekt eingestellt ist. Wenn du in Innenräumen fotografierst, kannst du das vorhandene Licht auch nutzen. So kannst du auch die Beleuchtung einschalten und für deine Bildkomposition nutzen.

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