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Analog Fotografie

Prag

Neben dem Städtetrip nach München wurde mir eine Reise nach Prag von meinen Eltern geschenkt. Wir haben 4 Tage in der Hauptstadt der Tschechischen Republik verbracht und einiges von der Stadt gesehen.

Prag im Februar zu besuchen war eine goldrichtige Entscheidung. Erst hatte ich die Befürchtung, dass es richtig, richtig kalt sein könnte. Wir hatten Glück: Von -5 Grad bis 17 Grad haben wir eigentlich jede Temperatur mitgenommen. Ein Teil des Geschenks war ein Reiseführer, mit dem wir dann ganz klassisch die Stadt erkundet haben. Übrigens haben wir uns mehrfach verlaufen, wenn wir unsere Smartphones als Navi benutzt haben. Ich habe keine Erklärung dafür, aber für einen schlüssigen Kommentar wäre ich dankbar. Gerade durchs Verlaufen sieht man wenigstens Teile von Städten, in die man sonst nie gelaufen wäre, von daher war das bereichernd für uns.

Prag – Sehenswert auch abseits der Karlsbrücke

Die Vielfalt der Stadt hat mir sehr gefallen. Nicht die Altstadt oder die Karlsbrücke fand ich am schönsten, sondern die verschiedenen Aussichten, die Prag zu bieten hat. Natürlich gehört der Blick von und der Karlsbrücke dazu, gerade auf die berühmte Burg. Dennoch haben mir die weniger touristisch erschlossenen Sehenswürdigkeiten besser gefallen. Vyšehrad, eine alte Bergruine mit Kirche und einem Friedhof fand ich beispielsweise sogar sehenswerter als die Burg Prags. Wir haben uns ehrlich gesagt sehr gewundert, dass dort fast niemand war. Ein beeindruckender Friedhof, eine Aussicht über die Stadt und Moldau, sowie eine Kirche konnten wir erkunden, ohne das wir irgendwo hätten anstehen müssen. Auch das Strahov-Stadion (gilt als das größte Stadion der Welt), oder der Fernsehturm Žižkov mit einer fantastischen Aussicht sind sehr sehenswert. Frank O. Gehry hat auch in Prag seine Spuren in Form seiner Architektur hinterlassen, sodass wir uns sein “Tanzendes Haus” anschauen mussten. Ich finde es immer noch bemerkenswert, dass O. Gehry drei Gebäude in Ostwestfalen entworfen hat, unter anderem das Energie-Forum in meiner Heimatstadt Bad Oeynhausen.

Prag ist ganz schön bergig, was ich gar nicht erwartet hatte. Umso schöner, dass man sich dadurch immer orientieren konnte und von den Höhen aus eine tolle Aussicht hat. Ich bin auch gar nicht unbedingt der Typ, der jede Sehenswürdigkeit unbedingt mitnehmen muss. Natürlich sollte man die Karlsbrücke oder Burg gesehen haben, aber zur Wahrheit gehört halt auch, dass es dort überlaufen ist. Ich möchte gar nicht wissen, wie voll die Stadt in den Sommermonaten ist.

Kultur & toller Nahverkehr

An einem Abend stand noch ein kultureller Punkt auf unserem Plan, nämlich das “Laterna Magika”. Mein Vater war vor 30 Jahren schon mal in dem Theater und fand es sehr gut. Der Vorteil für uns war, dass die Aufführungen auf Konversationen verzichtet und nur mit Bild, Licht, Musik, Tanz und Pantomime arbeitet. Den ersten Teil des Programms konnte ich noch interpretieren, aber beim zweiten Teil wurde es dann doch etwas abgedreht. Es war dennoch einen Besuch wert, auch wenn das Theater leider sehr in die Jahre gekommen ist.

Eine Sache, die mir sehr an Prag gefallen hat war der öffentliche Nahverkehr. Es gibt drei Tickets, die total günstig sind und man kann jeden Ort mit Straßenbahn, Metro, Bus oder Standseilbahn erreichen. Wenn Menschen aus Prag nach Deutschland kommen, werden sie an unseren Ticket-System verzweifeln, da bin ich mir sicher. Selbst als erfahrene Nutzer des ÖPNVs haben wir in München teilweise nicht herausfinden können, welches Ticket wir für die verschiedenen Zonen benötigen.

Unnötiger Fauxpas

Vor der Reise hatte ich mir vorgenommen, die Reise ausschließlich analog festzuhalten. Also habe ich drei Filme und die alte Spiegelreflexkamera meines Vaters mit zwei Objektiven eingepackt. Ich wollte im Stile einer Reportage fotografieren, was ich getan habe. Leider ist mir am dritten Tag aufgefallen, dass mir ein total blöder Fehler unterlaufen ist: Ich habe zwei Filme falsch eingespult Das war nicht nur vollkommen doof, sondern auch extrem ärgerlich. Ich könnte mir gewaltig in den Hintern beißen, aber es ist nun mal leider so, wie es ist. Glücklicherweise habe ich wenigstens ein paar Bilder mit meinem Handy geschossen. Zumindest habe ich einen Film richtig in die Kamera eingespult und die Ergebnisse kann ich hier präsentieren. Ein unentwickelter Film kostet übrigens 2,28€, auf dieses Wissen hätte ich sehr gerne verzichten können. Die digitalen “Backups” kommen im nächsten Beitrag, hier sind erstmal die analogen Werke:

Vielen Dank nochmal an meine Eltern für das schöne Geburtstagsgeschenk! <3

 

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