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Lost Places - Das ehemalige Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin
Fotografie Lost Places

Das ehemalige Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin Teil 1

Dieser Lost Place in Berlin ist das ehemalige Institut für Anatomie der FU Berlin. Seziertische, Labore mit Kühlräumen für Leichen, ein großer Hörsaal und die Pathologie wurden 2005 verlassen und bieten nun ein sehr bizarres Ausflugsziel. Für den, der auf der Suche nach interessanten Orten in Berlin ist, ist das ehemalige Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin einen Besuch wert.

Die Geschichte des ehemaligen Instituts für Anatomie der FU Berlin

1929 errichtete Ernst Huntemüller das recht große Anwesen des Instituts für Anatomie der Freien Universität Berlin (FU). 1948 gründete sich im amerikanischen Sektor mit einem Neubau die Freie Universität und hielt somit gleich zwei medizinische Fakultäten. 1949 eröffnete man dann das Gebäude als Anatomisches Institut und in den oberen Etagen befanden sich die Hörsäle, Laboratorien und Büros. Im Keller sind die Seziertische und Kühlkammern für die Leichen untergebracht worden. Das neue Gebäude sollte dafür sorgen, dass die räumliche Trennung von Hörsaal und Institutsgebäude aufgehoben wird. Neben den üblichen Aufgaben einer Pathologie wurden hier Medizinstudenten auf den Alltag vorbereitet.

2003 fusionierten die beiden Einrichtungen der medizinischen Fakultäten der Freien und der Humboldt-Universität zur Charité – Universitätsmedizin Berlin. Im diesem Zuge wurde das Institutsgebäude 2005 geschlossen.

Der Discounter Aldi hat das knapp 5000 Quadratmeter große Gelände im Jahre 2008 aufgekauft. Weder vor, noch nach dem Kauf wurde auf dem Gelände sonderlich viel getan. Einige Altstoffe hat man vom Gelände entfernt. Damals wurden dort erhebliche Mengen an Chemikalien wie Formalin, Lösungsmitteln für Entwicklungsbäder und radioaktiven Substanzen verwendet. Als 2010 konkrete Planungen bekannt werden, macht der Bezirk Steglitz dem Käufer einen Strich durch die Rechnung und untersagt ihm die Genehmigung. Letztendlich bestätigte das Oberverwaltungsgericht 2014 das Urteil von 2012.

Stand der Dinge

Von außen ist das Gebäude mittlerweile sehr zugewachsen und die Scheiben sind eingeschlagen. Das Gelände ist von einem Bauzaun umfasst und wird angeblich von einem Sicherheitsdienst bewacht. Dies hindert aber scheinbar niemanden daran, sich das Gebäude einmal genauer anzuschauen.


Weiteres über den Besuch im ehemaligen Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin erfährst du im zweiten Teil dieses Beitrags.

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Randnotiz:

Wir möchten mit diesem Artikel niemanden dazu ermutigen, Hausfriedensbruch o.Ä. zu begehen. Das Gelände zu betreten ist verboten und kann dazu noch sehr gefährlich sein. Diese beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht unsere eigenen sein.

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