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Ehemaliges Schwesternwohnheim der Diakonissen in Bad Ems
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Ehemaliges Schwesternwohnheim der Diakonissen in Bad Ems

Irgendwo hinter Koblenz liegt ein verlassener Ort versteckt hinter einer scharfen Kurve. Es ist das ehemalige Schwesternwohnheim der Diakonissen in Bad Ems. Aufmerksame Leser werden bemerken, dass dieses Objekt hier schon einmal aufgetaucht ist, da aber noch unter einem anderen Namen. Das lag daran, dass mir bis heute Informationen zu diesem verlassenen Ort gefehlt haben.

Eben kam eine E-Mail einer Leserin und diese hat bei Youtube ein Video aus diesem Objekt entdeckt. Darin finden sich in den ersten Minuten allerhand Bilder und Informationen zur Geschichte. Außerdem weiß ich nun, dass es sich nicht um ein Frauenhaus, sondern um ein Schwesternwohnheim der Diakonissen handelte.

Geschichte des Ehemaliges Schwesternwohnheim der Diakonissen in Bad Ems

Das ehemalige Schwesternwohnheim der Diakonissen wurde in den 1920er Jahren als Teil einer Besatzungskaserne erbaut und 1931 von den evangelischen Ordensschwestern und Diakonissen übernommen. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges wurde das Haus von den Frauen Friedenswarte getauft. Zu dieser Zeit hätte es wohl keinen größeren Wunsch geben können. Zeitgleich wurde es zu einem Kurhaus umfunktioniert. Dort konnten sich Ordensschwestern von ihrer aufopferungsvollen Arbeit erholen oder ihre Lebensabende verbringen.

Der Alltag der Diakonissen war beschwerlich und anstrengend, denn sie waren allzeit umgeben von Krankheit und Tod. Ihr Leben stellten sie in den Dienst der Pflege Kranker und alter Menschen. Während des Krieges betreuten sie verwundete Soldaten und solche, die an Typhus, Ruhr, Diphtherie oder Tuberkulose erkrankten.

1934 wurde die Friedenswarte zum Mutterhaus der Emser Diakonissen, das in Kriegszeiten zu einem wichtigen Schutzort werden sollte. Die tiefen Keller boten den Menschen Zuflucht während der alliierten Bombenangriffe. Alle Gebäude der Diakonissen in Bad Ems blieben unversehrt, was nahezu an ein Wunder grenzte.

Nach dem Krieg wurden viele Ostflüchtlinge und Kriegsopfer zu Diakonissen ausgebildet. Doch mit der Zeit fanden sich immer weniger Frauen, die das gute Werk fortführen wollten. 1997 zogen somit die letzten Diakonissen aus und seitdem steht das Schwesternwohnheim der Diakonissen in Bad Ems leer. Mittlerweile überzieht schwarzer Schimmel überzieht die Wände und ein großer Riss zieht sich durch das ganze Gebäude. Hier und da drohen die Decken einzustürzen. Weit und breit findet sich niemand mehr, der diesen verlassenen Ort retten möchte.


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Vielen Dank für den Hinweis, Sandra!

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Kurze Fakten

Kategorie: Gesundheit & Heilung
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Erkundet am: 16.11.2016
Baujahr: 1920
Verlassen seit: 1997
Gesamtfläche: Keine Angabe
Noch begehbar: Ja
Denkmalschutz: Nein
Architekt: Keine Angabe
Quellen: Keine Angabe
Copyright: Pixelgranaten.de

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Randnotiz:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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