Horror Hospital
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Horror Hospital

Ich laufe eine gefühlte Ewigkeit durch einen ziemlich düsteren Wald und auf einmal liegt es vor mir – Das Horror Hospital. Es sieht unheimlich aus. Türen und Fenster sind eingeschlagen und das einfallende Licht wirft unheimliche Schatten in das alte Gebäude.

Das verlassene Horror Hospital

Ich habe vor meiner Tour versucht etwas über das verlassene Horror Hospital herauszufinden, was sich aber als fast unlösbare Aufgabe herausgestellt hat. In verschiedenen Foren findet man allerlei Horrorgeschichten. Einige behaupten, dass dort mehrere brutale Morde stattgefunden haben sollen. Andere wiederum berichten von irgendwelchen düsteren Ritualen. Offizielle Quellen finde ich allerdings keine, nicht mal einen kleinen Zeitungsartikel. Das ist ziemlich seltsam, denn eigentlich finden sich bei solch großen verlassenen Orten immer irgendwelche Berichte über die Vergangenheit der jeweiligen Orte.

Ich muss mich also mit den wenigen Horrorgeschichten begnügen und mir vor Ort ein eigenes Bild machen. Diese Geschichten begleiten mich auch auf der Anreise und lassen mir irgendwie keine Ruhe. Ich hätte wohl auch besser, wie sonst auch, erst im Nachhinein recherchieren sollen.

Nach gut zwei Stunden bin ich endlich angekommen. Ein direkter Zugang zum verlassenen Horror Hospital ist nicht möglich. Ich muss mein Auto an einem nahegelegenen Waldparkplatz abstellen und mir einen Weg durch das dichte Unterholz suchen. Es ist heiß und die Insekten scheinen mich von meinem Vorhaben abhalten zu wollen. Schweiß läuft mir über meine Stirn und die vielen kleinen Stiche auf meiner Haut sind mittlerweile nicht mehr zu zählen.

Erst scheint es so, als wäre ich an einer Lichtung angekommen, aber dann erblicke ich die alten grauen Mauern des Horror Hospitals. Die Scheiben sind eingeworden, die Eingangstür steht offen. Es herrscht eine schon fast gespenstische Stille. Das einzige, was ich hier hören kann, ist der Wind, der sanft durch die eingeschlagenen Fensterscheiben pfeift. Hin und wieder hört man es knarzen und klirren. Ich hoffe, dass ich hier alleine bin. Mit den Geräuschen zusammen kommen auch die Gedanken an die Geschichten wieder, die ich über dieses verlassene Krankenhaus gelesen habe.

Ich versuche die Gedanken beiseite zu schieben und bahne mir meinen Weg durch das kniehohe Gras in Richtung des Eingangs. Schon wenig später wird mir bewusst, dass meine Erwartungen heute völlig übertroffen werden würden. Bereits der ehemalige Empfangsbereich ist wahnsinnig imposant. Eine große alte Holztreppe führt in die oberen Stockwerke, aber ob ich ihr noch trauen kann, ist eine andere Frage. Überall wächst Moos an den Wänden, auf den alten Möbeln und sogar an Teilen der Decke. Es scheint, als wäre das Innere nicht durch Vandalismus zerstört. Egal, wo ich hinblicke – Überall natürlicher Verfall.

Das Regenwasser scheint sich den Weg durch das Dach bis in den Keller gesucht zu haben. Die offenen Fenster und Türen sorgen dann für den Rest. Mein Weg führt mich über die alte Treppe in weiter in das Gebäude hinein. Neben den alten Patientenzimmern, ist hier auch noch eine Art Schwimmbad zu finden. Das große Becken ist bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Einladend sieht es allerdings nicht mehr aus. Das Wasser ist grün und riecht auch nicht so, als wäre es in der letzten Zeit regelmäßig gechlort worden.

Ich merke, dass ich so langsam Kopfschmerzen von den modrigen Gerüchen bekomme und ich muss mich ohnehin etwas beeilen, wenn den Rest meiner Tour nicht im dunkeln absolvieren möchte. Durch einen der unzähligen weitläufigen Flure erreiche ich den OP-Trakt des alten Krankenhauses und kann meinen Augen kaum trauen. Alles ist noch vor Ort. Betten, Operationsbesteck, Deckenlichter und Rollstühle. Es hat den Anschein, dass hier einfach alles stehen und liegen gelassen wurde. Was wohl dahinterstecken mag? Bisher konnte ich leider noch keine Kalender, oder Notizbücher finden, anhand dessen man auf die letzten Aktivitäten in diesem Krankenhaus hätte schließen können.

Plötzlich höre ich Schritte hinter mir. Ich drehe mich hastig um, kann aber niemanden entdecken. Bin ich hier doch nicht allein? Die Schritte sind wieder verschwunden, vielleicht habe ich sie mir doch nur eingebildet. Hoffentlich habe ich das. Ich streife weiter durch die OP-Säle bis ich auf einmal im Leichenhaus stehe und ich habe viel zu viele Filme geguckt, als dass ich hier kein mulmiges Gefühl bekäme. Ich mache schnell ein paar Fotos und setze meine Tour fort. Nächstes Mal sollte ich wohl doch besser nicht mehr alleine losziehen.

Rund um das Hauptgebäude verteilen sich noch weitere kleinere Gebäude. Diese sind allerdings schon deutlich mehr verfallen. Hier bleibt mir nur die Ansicht von außen, denn es ist mehr als offensichtlich, dass das Betreten lebensgefährlich wäre. So einen unheimlich schönen und unheimlich unheimlichen Ort habe ich bisher noch nie besucht. Mit meinen Bildern zusammen verlasse ich das alte Horror Hospital und bin tatsächlich etwas erleichtert, als ich endlich wieder in meinem Auto sitze.

Die Geschichte des verlassenen Horror Hospitals

Wie bereits erwähnt, habe ich über die Geschichte des verlassenen Horror Hospitals keinerlei Informationen finden können und jetzt kann ich auch verraten, warum das so ist. Diesen Lost Place gibt es nämlich gar nicht. Zumindest nicht außerhalb dieser Bilder, denn ich habe sie von einer AI (künstliche Intelligenz) generieren lassen. Ich habe mit ein paar einfachen Worten bestimmte Szenarios beschrieben und die AI hat daraus dann die Bilder des Horror Hospitals erstellt. Wenn du mit diesem Hintergrundwissen den oberen Text noch einmal liest, wirst du vielleicht auch den ein oder anderen Hinweis darauf finden, dass das hier alles nicht echt ist.

Ich bin wirklich stark beeindruckt, wozu die ganzen AIs mittlerweile in der Lage sind. Vielleicht können wir in ein paar Jahren alle unsere Kameras entsorgen und uns die schönsten Lost Places einfach selbst erschaffen. Das würde zumindest dafür sorgen, dass wir nicht mehr andauernd vor Sicherheitsdiensten weglaufen und uns über zunehmenden Vandalismus ärgern müssten.

Was hältst du von den Bildern und dieser Technik? Lass uns doch mal einen Kommentar mit deinen Gedanken dazu hier.

Komm und schau dir die Entstehungsgeschichte des Horror Hospitals an.
Wenn du dich dafür interessierst, wie die Bilder des Horror Hospitals entstanden sind und du dir auch gerne deinen ganz persönlichen Lost Place erstellen möchtest, schau dir dieses YouTube Video an. Ich habe den gesamten Entstehungsprozess einmal aufbereitet.
 

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Das Kieswerk an der Weser
Die verwüstete Mühle
Beelitz-Heilstätten

Kurze Fakten

Kategorie: Gesundheit & Heilung
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Erkundet am: 14.08.2022
Baujahr: 14.08.2022
Verlassen seit: 14.08.2022
Gesamtfläche: ca. 4,2ha
Noch begehbar: Nein
Denkmalschutz: Ja
Architekt: Keine Angabe
Quellen: Keine Angabe
Copyright: Pixelgranaten.de

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An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Lars
    16. August 2022 um 18:17

    Schöne Fotos hast Du da ge…nerieren lassen. Einige von denen haben mich an Deine echten Fotos aus entsprechenden Lost Places erinnert. Auch Dein Text liest sich wie sonst. Nur die beleuchteten Außenaufnahmen am Anfang haben dann direkt am Lost Place zweifeln lassen; die vielleicht besser ans Ende packen, wenn man die »KI« nicht dazu bekommt, Bilder ohne Beleuchtung erzeugen zu lassen?

    Für ein Computerspiel oder eine Horrorgeschichte fände ich solche KI-Bilder passend.

    Aber ich glaube, Fotos von echten Lost Places werden weiterhin ihre Berechtigung haben. Daß diese real existieren (bzw. existiert haben) ist ja ein elementarer Bestandteil der Lost-Places-Kultur. Wie auch Vorbereitung, Nervenkitzel usw. beim realen Besuch.

    • Antworten
      Daniel
      16. August 2022 um 21:56

      Ich danke dir, oder gebe ich das einfach weiter? Ich bin mir nicht sicher. Du hast absolut Recht – Die Bilder sind nun ans Ende gewandert. Ich habe mittlerweile viel zu viel Zeit mit dieser KI verbracht und ich weiß gar nicht, was ich mit den ganzen Bildern machen soll.

  • Antworten
    André
    29. August 2022 um 14:12

    Ha! Got me
    Ich war schon beiim Titelbild fasziniert, was für ein Filter das wohl sein könnte, da für mich die Stangen ein wenig, naja, gezeichnet aussahen. Als hätte man sie freihand auf eine Ölleinwand gemalt. Diesen Eindruck hatte ich auch bei den Liegen im OP, mit den spannenden Spiegelungen des Lichts auf dem Boden.
    Dennoch habe ich bis zum Ende gedacht, es seien echte Fotos mit einem speziellen Filter oder Weichzeichner. Ich war auf jeden Fall umgehauen.
    Als ich dann von der AI las, war ich noch sprachloser. Diese Bilder, selbst bei zweiter Betrachtung, sind der Wahnsinn. Echt interessanter Beitrag!
    Ps sind die Bilder von solchen KIs dann eigentlich Copyright frei?

    • Antworten
      Daniel
      29. August 2022 um 14:19

      Grüß dich André!
      Sehr schön – Dann hat es ja funktioniert. Ich habe jetzt sehr viel mit der AI herumgespielt und es lassen sich tatsächlich auch sehr fotorealistische Bilder damit erstellen. Wenn ich die Zeit dafür finde, mache ich dazu auch noch einen weiteren fiktiven Lost Place Beitrag. Zu deiner Copyright Frage: Bei Midjourney ist das ziemlich einfach geregelt: Deine erstellten Bilder gehören dir.

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