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Falzziegelwerk Brimges
Lost Places Fotografie Industrie NRW Ruhrgebiet

Falzziegelwerk Brimges & Co.

Das Falzziegelwerk Brimges wurde 1899 in Brüggen gegründet. Zu dieser Zeit halt es als größtes Privatunternehmen der gesamten Region. Heute ist es ein riesiger verlassener Ort in NRW. Mit der DJI Mavic 2 Pro geht es auf Entdeckungstour.

Mit dem Auto fahre ich eine schier endlose Landstraße entlang. Vorher habe ich bereits drei andere vermeintliche Lost Places abgeklappert und nur wenig Erfolg gehabt. Ich hoffe also, dass es dieses Mal besser läuft. Es ist Winter und die Sonne wandert schon wieder viel zu schnell in Richtung Horizont. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr. Bei Google Maps sah das Gelände wahnsinnig groß aus, ich hoffe, dass ich nicht enttäuscht werde. Hinter einer Kurve taucht auf einmal die alte Fabrikantenvilla am Straßenrand aus. Die Mauern des Fabrikgeländes habe ich wohl übersehen. Sie sind hinter dichtem Gestrüpp versteckt.

Ich stelle meinen Wagen ab und sehe mich um. Auf den ersten Blick, komme ich von hier aus nicht weiter. Deshalb entschließe ich mich, das Gelände erst einmal aus der Luft zu erkunden. Vielleicht entdecke ist so auch einen Eingang. Wenige Minuten später ist meine DJI Mavic 2 Pro in der Luft und ich bin begeistert. Vor mir liegt ein riesiges verlassenes Fabrikgelände. Der einzige Wermutstropfen: Die Sonne wird nicht warten, bis ich mir das Gelände angeschaut habe. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr.

Ich fliege mehrmals mit der Drohne über das Gelände und mache ein paar Aufnahmen aus der Luft. Anschließend halte ich meine Eindrücke noch als Video fest. Hier muss ich unbedingt noch einmal hinfahren. Am besten dann, wenn das Wetter endlich mal wieder besser ist. Die Entdeckungstouren machen bei Sonnenschein einfach viel mehr Spaß.

Geschichte des Falzziegelwerk Brimges

Gegründet wurde das Falzziegelwerk Brimges im Jahr 1899 als Dampffalzziegelfabrik zu Laar und war zu dieser Zeit das größte Privatunternehmen der gesamten Region. Die erfolgreichsten Produkte des Betriebes waren die patentierten Mulden-Doppelfalzziegel und die Hohl- und Ideal-Hohl-Dreifalzpfanne. Nach dem Ersten Weltkrieg firmierte das Werk unter dem Namen Falzziegelwerk Brimges & Co. Im Laufe der Jahre passte Brimges das Produktportfolio den immer weiter steigenden Anforderungen an. Somit konnten sie sich lange auf dem hart umkämpften Markt behaupten.

Nach einem Brand in den 1980er Jahren baute man das Werk nur verkleinert wieder auf, bis sie im Jahr 1995 Insolvenz anmelden mussten. Die Produktion wurde eingestellt und das Werk geschlossen. So entstand ein weiteren Lost Place in NRW. Nach der Schließung wurde auf dem Gelände Teile des Kinofilms Vorstadtkrokodile gedreht. Als Kulisse diente dafür größtenteils das Ofenhaus. Ebenfalls findet sich am ehemaligen Haupttor eine alte Fabrikantenvilla aus der Gründerzeit. Diese ist jedoch kaum noch zu retten, der Verfall ist weit fortgeschritten. Sie ist inzwischen komplett von Ranken und Gestrüpp umwuchert.

Komm mit auf einen kurzen Rundflug über das verlassene Falzziegelwerk Brimges & Co.

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Kurze Fakten

Kategorie: Industrie
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Erkundet am: 11.01.2020
Baujahr: 1899
Verlassen seit: 1995
Gesamtfläche: Keine Angabe
Noch begehbar: Ja
Denkmalschutz: Keine Angabe
Architekt: Keine Angabe
Quellen: Keine Angabe
Copyright: Pixelgranaten.de

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Randnotiz:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Timo Leven
    21. März 2020 um 17:19

    Wir waren letzte Woche drinn. Das meiste ist schon zugewachsen. Insgesamt ist viel zerstört. Von außen sieht es schön aus, aber ich bin mit nicht sicher ob es sich lohnt rein zu gehen. Wenn du willst kann ich dir ja ein paar Fotos schicken von innen.
    LG Timo

    • Antworten
      Daniel
      22. März 2020 um 10:59

      Grüß dich Timo!

      Schick mir gerne mal ein paar Bilder. Es würde mich schon interessieren, wie das von innen aussieht. Dann kann ich ja noch mal überlegen, ob ich den Weg noch mal auf mich nehme.

      Ich danke dir für deinen Kommentar!
      Grüße!

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