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Der Geisterbahnhof von Siemensstadt
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Der Geisterbahnhof von Siemensstadt

Die Siemensbahn beginnt am Bahnhof Jungfernheide, wo sie Anschluss zur Ringbahn hat. Von dort aus verläuft sie nach Westen und zweigt ungefähr auf gleicher Höhe wie die Ringbahn ab. Sie wurde von Siemens & Halske zwischen 1927 und 1929 geplant und errichtet. Heute ist der einst stark frequentierte Ort nur noch ein Geisterbahnhof.

Der Geisterbahnhof von Siemensstadt

Man fährt mit seinem Auto unter einer unscheinbaren rostigen Zugbrücke her und nimmt den Bahnhof vermutlich gar nicht wahr, wenn man nicht gezielt nach ihm sucht. Vor dem ehemaligen Eingang steht ein umgerissener Bauzaun, die Türen und Fenster sind mit Brettern provisorisch zugenagelt.

Der Bau des Bahnhofs wurde 1927 begonnen und nach zwei Jahren fertiggestellt. Am 18. Dezember 1929 wurde der Verkehr aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt fuhren dort elektrische Züge, denn auch im Rest von Berlin hatte man mit dem elektrischen Bahnverkehr begonnen. Ein Großteil der Fahrgäste bestand aus Werksarbeitern von Siemens, die noch heute dort ansässig sind.

Zur Zeit des zweiten Weltkriegs wurde die Strecke beschädigt. Zu dieser Zeit reparierten die Siemenswerke unter anderem kaputte S-Bahn Waggons. 1980 wurde der Verkehr komplett eingestellt. Die Siemensstadt wurde daraufhin an die U-Bahnlinie U7 angebunden. Seit August 1995 steht dieser Streckenabschnitt unter Denkmalschutz und wird nun Stück für Stück von der Natur zurückerobert.

Um auf den Geisterbahnhof von Siemensstadt zu gelangen muss man über ein paar eingedrückte Zäune steigen. Viel einfacher könnte es also nicht sein. Hinter den Absperrungen wartet eine Böschung mit Schutt und Ästen darauf erklommen zu werden. Hier ist etwas Vorsicht geboten, denn es liegen überall benutze Spritzen herum. Ich hätte beim Klettern beinahe in eine, in einer Dachrinne liegende Spritze gefasst. Zieh dir am besten festes Schuhwerk an und pass etwas auf, woran du dich festhältst.

Oben angekommen, steht man auf den Gleisen, die nach einigen Metern in einem kleinen Wäldchen mitten auf der Brücke enden. Der Bahnsteig an sich ist stark heruntergekommen. Das einzige, was man noch dort gelassen hat, sind ein paar Schaltkästen, Kabel und jede Menge Schutt. Die Treppen, die zum Ausgang führten wurden zugemauert. In den Häuschen, in denen früher die freundlichen Ansager saßen, werden heute maximal noch fragwürdige Drogenparties gefeiert.

Wenn man mal in der Gegend ist, kann man sich den Bahnhof ruhig einmal anschauen. Viel Zeit muss man dafür wohl aber nicht einplanen. Wie man auf den Bildern sehen kann, sieht man nicht viel.

Wo finde ich den Geisterbahnhof von Siemensstadt?

Der Ort lässt sich mit der U-Bahn erreichen. Du steigst einfach an der U7 Haltestelle U-Bahnhof Rohrdamm aus und läufst dann bis Hausnummer 83. Dort kreuzt der Bahnhof Siemensstadt den Rohrdamm.

Wenn man den Gleisen etwas folgen würde, müsste man eigentlich auch den ehemaligen S-Bahnhof Wernerwerk erreichen können. Im Vorbeifahren sah dieser auch nach einem interessanten Lost Place aus.

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Randnotiz:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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