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Beelitz-Heilstätten – Whitney Houston Haus
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Beelitz-Heilstätten – Whitney Houston Haus

Das Whitney Houston Haus, oder eigentlich das Sanatorium für Männer Wohnpavillion B I, liegt nördlich des Bahnhofs und ist auf den ersten Blick absolut baugleich mit dem Wohnpavillon A I. Errichtet wurde das Whitney Houston Haus zwischen 1898 und 1902 und bot Platz für 186 Betten.

Beim Betreten steigt einem der, für verlassene Orte übliche, leicht modrige Geruch in die Nase. Zeitweise kann man diesen Ort gar nicht mehr als Lost Place bezeichnen. Die alten Gebäude dienen schließlich von Zeit zu Zeit als Drehort für Filme und Musikvideos und werden dadurch teilweise saniert, oder umgebaut. Danach werden sie allerdings wieder vergessen und der Natur überlassen. Man kann im Whitney Houston Haus relativ gut erkennen, welche Räume des Gebäudes häufiger genutzt worden sind, denn dort ist der Boden nur mit etwas Staub bedeckt und sieht ansonsten noch sehr gut aus.

Andere Räume in den oberen Stockwerken sind im Gegensatz dazu stark heruntergekommen. Die Farbe platzt von den Wänden, hier und da tropft Regenwasser durch die Decke und Pilze wachsen zwischen den losen Holzdielen.

Das Whitney Houston Haus

Als Whitney Houston im Februar 2012 starb, nutze eine Künstlergruppe den alten Wohnpavillion. Anläßlich ihres Todes spannten sie ein Banner mit ihrem Namen darauf durch den alten Theatersaal. Daraufhin ging dieses Bild um die Welt und seitdem wird das Sanatorium für Männer Wohnpavillion B I Haus Whitney Houston Haus genannt.

Die Geschichte der Beelitz Heilstätten ist wirklich sehr interessant. 1898 hatte sich die Landesversicherungsanstalt Berlin in der Stadt Beelitz für den Bau einer Lungenheilanstalt ein 140 Hektar großes Waldgelände gekauft. Da man es zu jener Zeit für sinnvoll hielt die Behandlung von Lungentuberkulose an Orten mit sauberer und frischer Luft durchzuführen, wurde Beelitz für den Bau des Komplexes gewählt.

Es wurde, bis zur erstmaligen Belegung 1902, je eine Lungenheilstätte für Männer und eine für Frauen, zwei getrenntgeschlechtliche Sanatorien, sowie weitere Versorgungsgebäude für den Klinikbetrieb errichtet. In der Zeit von 1902 bis 1926 waren in den Beelitz-Heilstätten bereits 66.445 Männer, 43.953 Frauen und 6.559 Kinder behandelt worden.

Ab 1914 wurde das Klinikgelände im 1. Weltkrieg zum Vereinslazarett des Roten Kreuzes umfunktioniert, wo zahlreiche Soldaten behandelt wurden, wozu z.B. auch der damals unbekannte Gefreite Adolf Hitler zählte. 1920 wurde das Gelände dann wieder als Lungenheilstätte genutzt, wobei aufgrund von Kapazitätsengpässen erstmal nur noch Frauen aufgenommen wurden. Nach ein paar Jahren hatte man aber auch wieder Männer aufgenommen und man erweiterte das Gelände noch um eine chirurgische Klinik. Zur Zeit des 2. Weltkriegs wurden die Heilstätten wieder als Lazarett genutzt und durch Angriffe teilweise stark beschädigt.

Noch mehr über die Beelitz-Heilstätten

Ich war nun schon ein paar Mal in Beelitz und durfte dort schon verschiedene Gebäude besuchen. Auch der Baumkronenpfad ist immer wieder einen Besuch wert, da sich der weite Blick über die Wälder, je nach Jahreszeit, immer wieder verändert.
Sanatorium für Männer Wohnpavillion A
Chirurgie der Beelitz-Heilstätten
Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten

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Kurze Fakten

Kategorie: Gesundheit & Heilung
Bundesland: Brandenburg
Erkundet am: 17.01.2018
Baujahr: 1902
Verlassen seit: 1994
Gesamtfläche: 200 ha
Noch begehbar: Ja
Denkmalschutz: Ja
Architekt: Heino Schmieden, Julius Boethke
Quellen: Keine Angabe
Copyright: Pixelgranaten.de

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Randnotiz:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten und Erkunden von verlassenen Orten nicht nachzuahmen ist. Niemand sollte sich durch diese Bilder zu Straftaten animieren lassen. Verlassene Gebäude ohne Erlaubnis zu betreten ist illegal, kann direkt zur Anzeige gebracht werden und dazu noch sehr gefährlich sein. Die beschriebenen Erfahrungen müssen theoretisch nicht die eigenen sein.

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